mit Judith Braunisch

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Die Zeit vom 1. September bis zum 4. Oktober, dem Tag des heiligen Franz von Assisi, begehen die christlichen Kirchen als „Zeit der Schöpfung“. In dieser Zeit machen wir uns bewusst, dass die Schöpfung ein Geschenk Gottes ist, für das wir dankbar sind. Wir freuen uns über die Schönheit und Vielfalt der Natur und loben Gott dafür, so wie der Heilige Franz von Assisi, dessen Fest wir am 4. Oktober feiern.

Wir wissen jedoch, dass eine intakte Umwelt, sauberes Wasser und gesunde Nahrungsmittel nicht selbstverständlich sind. Klimawandel, Biodiversitätskrise, Verschmutzung der Meere, Regenwaldzerstörung und Übernutzung der Landschaft gefährden das Wohlergehen aller Menschen und nachkommender Generationen. Unser mutiger Einsatz für die Schöpfung ist gefragt! Dafür bitten wir Gott um seine Hilfe:

Gott, Schöpfer der Erde und allen Lebens. Du hast uns diese Welt anvertraut. Gib uns Demut zu erkennen, dass wir nicht Herrscher und Herrscherinnen über die Schöpfung sind. Schenke uns Einsicht, Mut und Kraft, Deinen Auftrag der Fürsorge für alles Leben zu erfüllen und dem Missbrauch und der Ausbeutung der Schöpfung Widerstand zu leisten. Damit können wir Gerechtigkeit, Frieden und Versöhnung mit der Schöpfung verwirklichen. Amen.

(Gebet aus: Energiequellen, Hrsg.: Katholische Aktion der Erzdiözese Wien 2011)

 

 

 

 

 


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Die vergangenen Wochen haben uns allen viel abverlangt. Sie haben uns aber auch gezeigt, dass wir in einer außergewöhnlichen Situation mit gemeinsamer Anstrengung viel erreichen können. Während sich unsere Gesellschaft derzeit um die Bewältigung der Corona-Krise und ihrer Folgen bemüht, bestehen die weltweiten ökologischen Herausforderungen weiterhin. Die Klimakrise und der drohende Verlust der Artenvielfalt sind nach wie vor dringlich.

Gerade an den Tagen vor Christi Himmelfahrt bitten wir Gott um seinen Segen für unsere Um- und Mitwelt, die wunderschöne Natur- und Kulturlandschaft, die Früchte der Erde und unsere Arbeit. Wir können durch unseren persönlichen Lebensstil zum Klima- und Artenschutz beitragen, uns aber auch mit Mut, Engagement und Kreativität für dafür notwendige Veränderungen einsetzen. Denken wir daran, Dank und Bitte für unsere Umwelt vor Gott zu bringen und mit persönlichem umweltbewusstem Handeln zu verbinden!

Judith Braunisch